weinverstand.de

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Geschätzte Leser,

die Medienwelt verändert sich, und mit ihr der Weinjournalismus und seine Formen. Doch manches bleibt sich auch treu: Als ich weinverstand.de im Frühjahr 2000 als eine der ersten Weinpublikationen ins deutschsprachige www stellte, formulierte ich als die Eckpunkte meiner Arbeit: Unabhängigkeit, Transparenz und Fairness. Zur Fairness zählte ich die Aussage, dass Weinjournalismus auch im world wide web nicht dauerhaft durch Selbstausbeutung zu finanzieren sei. (www.weinverstand.de/archiv/alte_seiten/unabhaengigkeit.html).

Dem damals Geschriebenen ist heute kaum etwas hinzuzufügen. Doch die Einstellung der Zeitschrift Wein Gourmet, deren Redakteur ich von Herbst 2000 bis zu ihrem Ende im Frühjahr 2009 war, stellt die Frage nach der Finanzierbarkeit unabhängigen Weinjournalismus von neuem, und mit neuem Nachdruck. Wein Gourmet war der Versuch, journalistische Unabhängigkeit für ein Printmedium zu sichern − insbesondere durch die vorrangige Suche nach Werbeeinnahmen aus Branchen, die keinen direkten Bezug zu Wein haben (Banken, Autos, Luxusgüter). Das bekannte wirtschaftliche Umfeld hat diese Vision zerstört.

Ich bleibe Redakteur des Feinschmecker; dort genießt das Thema Wein durch die Arbeit aller Redaktionsmitglieder und freien Autoren glücklicherweise einen hohen Stellenwert. Dennoch bleibt eine Lücke − insbesondere dort, wo das Bedürfnis nach Spezialisierung weiter geht, als es zur Themenmischung des Feinschmeckers, der eine Zeitschrift mit sehr breiter Leserschaft ist, passen würde.

Daher startet weinverstand.de heute seinen zweiten Lebensabschnitt. Ich erbitte von Ihnen, geschätzte Leser, Ihren finanziellen Beitrag für den fachlich am engsten fokussierten Teil meiner Arbeit.

Ihnen stehen mehrere bewährte und als sicher bekannte Bezahlsysteme zur Verfügung, um sich den Weinverstand Brief im pdf-Format auf Ihren Rechner zu laden. Eine Inhaltsübersicht des aktuellen Briefs können Sie auf der linken Seite ersehen.

Ich bitte Sie um Ihr Vertrauen, und ich freue mich auf Ihr Feedback, Ihre Zustimmung und Ihre Kritik.

Mit freundlichen Grüßen,

Unterschrift Ulrich Sautter

©     Ulrich Sautter     Freitag, 15. Januar 2010